Weiterbildung im Homeoffice

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Berufsbegleitend und zeitlich flexibel das eigene Lerntempo gestalten/Corona-Pandemie beschleunigt Trend zum digitalen und mobilen Lernen

BASEL – In unsicheren Zeiten ist eine fundierte Ausbildung das beste Fundament, um sich selbst beruflich zu positionieren und gegebenenfalls neu auszurichten. Wer auf solides fachliches Know-how zur?ckgreifen kann, kommt besser durch Krisenzeiten. Wer aktiv mitmacht, gestaltet den Wandel und wird nicht ?berrollt. Hierzu geh?rt, sich stetig weiterzubilden und sein berufliches Wissen konstant auszubauen – auch von Zuhause aus. „Das Homeoffice stellt uns nicht nur vor neue, teilweise unbekannte Herausforderungen. Es bietet f?r die eigene Weiterbildung neue Chancen“, betont Dr. Ralf Andreas Thoma, Studienleiter des Betriebswirtschaftlichen Instituts & Seminar Basel.

Nach einer Studie des deutschen Digitalverbandes bitkom hat Mitte M?rz 2020 infolge der Corona-Pandemie jeder zweite Berufst?tige (49 Prozent) ganz oder zumindest teilweise im Homeoffice gearbeitet. Nach einer im zweiten Quartal 2020 vom ifo-Institut durchgef?hrten Personalleiterbefragung haben laut Statista vor der Corona-Krise rund 40 Prozent der Belegschaften in Unternehmen von Zuhause aus gearbeitet. W?hrend der Pandemie habe sich dieser Anteil um etwa 20 Prozentpunkte auf rund 60 Prozent gesteigert. Arbeitgeber rechnen laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung PwC mit einem Anstieg der Home-Office-Tage gegen?ber dem Vorkrisen-Niveau um 2,0 auf 3,3 Tage pro Woche (65 Prozent Steigerung). Sieben von zehn Arbeitnehmern w?nschen sich das regelm??ige Arbeiten im Homeoffice. Vor der Krise waren dies nur 22 Prozent. Das Potenzial f?r den Arbeitsplatz zu Hause ist noch nicht ausgesch?pft. Theoretisch k?nnen laut einer Studie von Randstad 80 Prozent der Belegschaften im Homeoffice arbeiten.

Die Zeit im Homeoffice bringt eine ganze Reihe von Herausforderungen mit sich, z.B. die Arbeit, die Familie und sich selbst zu organisieren, die Zeit einzuteilen, sich immer wieder zu motivieren. Wieviel Zeit bleibt da in der knappen Zeit noch f?r Weiterbildung? Oder sollte man sich nicht besser auf die Arbeit und die neuen Herausforderungen konzentrieren?

Betriebliche Weiterbildung geh?rt zum Instrumentenkasten im Bereich der Personalentwicklung. Wenn es darum geht, Mitarbeiter langfristig an das eigene Unternehmen zu binden, z?hlt die Analyse, welche Seminarprogramme wichtig sind, l?ngst zum strategischen HR-Management. Besser aus- und weitergebildete Mitarbeiter senken die Fluktuationsrate und gehen zufriedener der gestellten Aufgabe nach. 70 Prozent der Unternehmen investieren 2020 laut einer LinkedIN-Studie gezielt in die digitale Fort- und Weiterbildung ihres Personals. In Zeiten der Corona-Pandemie ist es wichtiger geworden, digitale Lernkonzepte zu nutzen. 60 Prozent der Personalentwicklungsexperten rechnen mit h?heren Investitionen in E-Learning als 2019. 66 Prozent haben vor, mehr Geld f?r Webinare und virtuelle Live-Schulungen auszugeben.
Fundierte Weiterbildungsprogramme sind in der Regel berufsbegleitend organisiert und dauern oft mehrere Monate. Im normalen Arbeitsumfeld ist die Gestaltung der eigenen Lernsituation sehr wichtig, um solche Lehrg?nge erfolgreich zu meistern, dabei geht es insbesondere um Umgang mit der Zeit, Stressbew?ltigung und Motivation. Hier bietet das Homeoffice eine Reihe von Chancen, um die Lernsituation so zu gestalten, alle diese Anforderungen gut zu bew?ltigen. „Ein Fernlehrgang bietet hierbei die beste Ausgangslage“, betont Dr. Ralf Andreas Thoma.

Berufsbegleitend und zeitlich flexibel
Vortr?ge und Seminare sind von gestern: Rund ein Drittel der deutschen Unternehmen setzten im Nachgang der Corona-Pandemie geplante Pr?senzveranstaltungen teilweise oder sogar vollst?ndig digital um. Die Nutzung digitaler Lernmethoden ist laut einer Studie des Kompetenzzentrums Fachkr?ftesicherung (KOFA) am Institut der Wirtschaft (IW) in 36 Prozent aller Unternehmen gestiegen. Trotz Krise h?tten zw?lf Prozent der befragten Unternehmen ihr Angebot ausgebaut.
Der Trend ging schon vor der Corona-Pandemie zu digitalen und mobilen Formen des E-Distance-Learnings. Mit Corona kam die Beschleunigung des Trends. „Fernlehrg?nge waren schon immer berufsbegleitend und in der Regel zeitlich flexibel m?glich. Es gibt keine starren Zeitfenster. Man kann sich die Zeit einteilen und die Lehrgangsunterlagen zur Hand nehmen, wenn es zeitlich am besten passt“, best?tigt Dr. Ralf Andreas Thoma. Sehr wichtig f?r den Lernerfolg sei dabei eine seri?se Zeitplanung und regelm??iges Lernen. „Es ist nicht so wichtig, wie viele Stunden man f?r den Lehrgang pro Tag und Woche aufwendet. Eine gewisse Routine und Regelm??igkeit ist dennoch f?r den Lernerfolg wichtig“, r?t der Studienleiter.

Kompakt und auf das Wesentliche konzentriert
Fernlehrg?nge fassen die wichtigsten Themen eines Fachs zusammen und konzentrieren sich auf das Wesentliche. „Darum ist kein zus?tzliches, umfassendes Studium der Fachliteratur notwendig“, ordnet der Studienleiter ein. Die Skripten eines Fernlehrgangs seien meist didaktisch sehr gut aufbereitet und inhaltlich fundiert. Noch ein wesentlicher Vorteil von Fernlehrg?ngen: In Seminaren muss sich der Dozent immer an der Gruppe orientieren. „F?r einzelne Seminarteilnehmer geht es zu schnell, anderen ist das Tempo zu langsam. In einem Fernlehrgang bestimmt der Teilnehmende Lerntempo und auch Lerntiefe selbst“, so Dr. Ralf Andreas Thoma.

Moderne Fernlehrg?nge wie das Angebot am Betriebswirtschaftlichen Institut & Seminar Basel nutzen auch die digitalen M?glichkeiten. Neben den klassischen Lernheften auf Papier werden die Lehrgangsunterlagen auch digital als eBook oder als PDF-Datei bereitgestellt. Online-Veranstaltungen wie Webinare oder Lernvideos begleiten die Lehrg?nge und vertiefen die Lerninhalte (www.bwl-institut.ch).

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